Sie sind Opfer des Goldrausches – minderjährige Mädchen, die von Menschenhändlern entführt, sexuelle Gewalt und Prostitution erleiden mussten.

 

Rinconado in Peru liegt über 5.000 Meter und ist die höchste Stadt der Welt mit Goldvorkommen und vielen Minen. Doch ansonsten kann dieser Ort nicht glänzen: In dieser Grenzregion zu Bolivien wuchert der illegale Goldbergbau und die Drogenproduktion. Der Preis dafür ist hoch: Zerstörte Gesundheit, zerstörte Familien, eine zerstörte Umwelt. In Rinconado schuften die Männer jeden Tag in den Minen, die Menschen hausen in unisolierten Blechbaracken, Müll liegt überall, es gibt weder fließend Wasser noch eine Kanalisation.

In Rinconada findet auch Menschenhandel statt, Frauen und junge Mädchen werden hierher verschleppt und zur Prostitution gezwungen.

Mission:
Betreuung, Unterkunft und Therapie für die Opfer

  • Wo: Chucuito, Peru
  • Wem wird geholfen: 20 minderjährigen Mädchen
  • Wer ist vor Ort: Bruder Vinzenz
  • Benötigte Mittel: 8.000
MZF Peru Projekt

Obwohl der peruanische Staat in der Bekämpfung des Menschenhandels vermehrt aktiv wird, vor allem durch Razzien und die Befreiung der Menschen, bleibt die Begleitung und Wiedereingliederung der Opfer des Menschenhandels defizitär. Es gibt für sie keine spezialisierte Einrichtung in der Region. Minderjährige Mädchen werden nach ihrer oft traumatisierenden Befreiung in normalen, staatlichen Kinderheimen eingeliefert, wo sie bis zum 18 Lebensjahr bleiben können.

Pater Vinzenz kommt aus Deutschland, lebt seit 27 Jahren in Peru und seit drei Jahren in Puno am Titicacasee. Hier setzt er sich gemeinsam mit der Organisation „Red Kawsay“ gegen den Menschenhandel ein. Er sah das Problem der fachgerechten Betreuung und gründete gemeinsam mit der Organisation ein Haus für gerettete Mädchen und Frauen in Chucuito, direkt am Titicacasee.

Die Frauen finden im Haus eine neue Heimat, werden psychologisch betreut und langfristig in ein neues Leben geführt. Pater Vinzenz berichtet uns, dass die Mädchen sehr zurückhaltend und verängstigt sind. Sie brauchen eine besonders achtsame und einfühlsame psychologische Hilfe.

Zur Zeit leben 20 Mädchen hier. Sie lieben das Haus am Titicacasee und schätzen die therapeutische Hilfe. Fester Bestandteil der Betreuung ist auch der regelmäßige Besuch bei den Alpakas, die sich mit ihrem Kuschelfell gerne umarmen und streicheln lassen. Eine Wohltat für die verletzten Mädchenseelen.

MZF Peru Titicacasee
MZF Teil der Truppe mit Therapiealpaka Danny und Sozialarbeiter Julio

Da die Mädchen die psychologische Betreuung zur Heilung und Vorbereitung für eine selbstständige und unabhängige Zukunft dringend brauchen, bittet Pater Vinzenz uns um Hilfe.

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