Unvorstellbar ist die Grausamkeit, die Neugeborene erdulden, deren Geburt mit Komplikationen verbunden ist. Der traditionelle
Aberglaube wird vorwiegend im ländlichen Raum des Nordens praktiziert.

Steißgeburten, Frühgeburten, Kinder, deren Mütter bei der Geburt sterben, und sogar Kinder, die bei der Geburt bereits Zähnchen haben, verlieren das Recht auf Leben. Sie bieten in den Dörfern Anlass, aktiv getötet zu werden oder bis zum Tode unversorgt
zu bleiben.
Angst vor Hexerei und Verfluchung treibt die Menschen, trotz gesetzlicher Verbote, dazu, diese Praktiken bis heute immer wieder auszuüben. Ist das Kind tot, ist die allgemeine Ordnung wiederhergestellt und späteres Unglück abgewendet. So leben schwangere
Frauen in permanenter Angst vor der Geburt.

Mission:
der Bau eines Brunnens

  • Wo: Parakou, Benin
  • Wem wird geholfen: Neugeborenen, Babys und ihren Müttern
  • Wer ist vor Ort: Bruder Auguste
  • Benötigte Mittel: 10.000 Euro

Dass der Staat Benin das Recht jedes Kindes auf Leben anerkennt, ist
in ländlichen Gebieten noch nicht bekannt oder im Bewusstsein der
Bevölkerung verankert. Deshalb wollen die Franziskaner in Parakou
ein Zentrum aufbauen. Von dort aus möchten sie die Familien in den
Dörfern informieren, dass das Recht auf Leben eines jeden Kindes
gesetzlich geschützt ist.

Besonders wichtig sind die Bewusstseinsarbeit in den Dörfern und der Schutz und die Begleitung schwangerer Frauen bis zur Geburt und darüber hinaus. Mit Schulungsveranstaltungen, öffentlichen Aktionen und regelmäßigen Familienbesuchen vor Ort möchten die Franziskaner, allen voran Bruder Auguste, diese wichtige Arbeit zur Bewahrung des Lebens von Neugeborenen intensivieren.

Bruder Auguste bittet uns um Hilfe, damit auf dem Grundstück ein Brunnen für eine gute Wasserversorgung gebaut werden kann.

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