Der eine Geist und
die Vielfalt der Religionen

Reiseinformationen Indien

  • Termin: 02.-24.01.2020
  • Anmeldeschluss: 31.07.2019
  • Vorbereitungsseminare: 08.-10.11.2019
  • Reisekosten: 2.390.00 €

Studienreise nach Indien

02.01. bis 24.01.2020

++Update: Bedingt durch die aktuelle Corona-Situation können wir aktuell noch keine Auskunft darüber geben, ob Anfang 2021 eine Indien-Reise stattfinden kann.++

Die Missionszentrale der Franziskaner GmbH in Bonn veranstaltet Studienreisen nach Indien unter dem Motto 'Der eine Geist und die Vielfalt der Religionen'. Die Reisenden erhalten dabei die Chance, in die indische Kultur einzutauchen, die Spiritualität mehrerer Religionen kennenzulernen und sich von der Vielfalt des indischen Subkontinents begeistern zu lassen.

Bei Besuchen von Tempeln, Ashrams und geistlichen Zentren besteht die Möglichkeit, mit den Menschen aus unterschiedlichen Religionen ins Gespräch zu kommen, das Verständnis für ihr Glaubensleben zu vertiefen und das eigene zu reflektieren.

  • 21 Tage Aufenthalt in Indien: 6 Tage in Nordindien, 15 Tage in Südindien.
  • Kennenlernen und Begegnung mit dem Hinduismus, Jainismus, Sikhismus, Islam und Christentum und interreligiöser Dialog mit Vertretern der Religionen.
  • In Nordindien vermitteln die Städte Dehli und Agra faszinierende Einblicke in Tradition, Religion und Kultur des Landes mit Höhepunkten wie das Taj Mahal und Fatephur Sikri.
  • In Südindien schließt sich die Besichtigung religiöser und kultureller Stätten in Chennai, Bangalore, Mysore und Kochi an.
  • Besuch von Ausbildungs- und Sozialprojekten der Franziskaner und die Begegnung mit den verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
  • Besichtigung der Pfarrei der Franziskaner in Kozhikode und Begegnung mit syromalabarischen Christen sowie Kontakt zu den Dorfbewohnern.
  • Besuch eines christlichen Ashrams.
  • Einblicke in die regionale Agrarkultur und ihre Probleme durch Besuch einer Kautschuk- und Teeplantage.
  • Busfahrten durch Natur- und Wildparks.
  • BackWatersTour zur Erholung.

Unsere Partner

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Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität

Dieses Projekt ist eine Unternehmung der Missionszentrale der Franziskaner GmbH mit dem Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität Heilig Kreuz. Die Heilig-Kreuz-Kirche ist eine katholische Kirche im Frankfurter Stadtteil Bornheim in der Siedlung Bornheimer Hang. Sie ist Filialkirche der Pfarrei St. Josef in Frankfurt am Main.

www.meditation-frankfurt.org

Franziskanisches Bildungswerk e.v.

Das Franziskanische Bildungswerk e.V. (FBW) ist eine Einrichtung der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung und der Beratung. Institutionelle Träger sind die Franziskanerprovinz zur hl. Elisabeth, München, der Freundeskreis e.V. Großkrotzenburg, die Missionszentrale der Franziskaner/Bonn und die gemeinnützige Kreuzburg GmbH.

www.fbw.kreuzburg.de

Informationsbroschüre

Begegnungsreise: Indien

In der beiliegenden Broschüre finden Sie alle Informationen zur Begegnungsreise Indien – "Der eine Geist und die Vielfalt der Religionen" nochmals ausführlich beschrieben. Mit einem Klick auf den Link steht Ihnen die Broschüre zum Download zur Verfügung.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Indienreise.

Ihr Ansprechpartner:
P. Francis Kaviyil OFM
Albertus-Magnus-Str. 39
D-53177 Bonn
Für weitere Informationen oder die Vereinbarung eines persönlichen Gesprächstermins erreichen Sie mich unter:

Ein Erlebnisbericht

Wer Vielfalt erleben will, muss nach Indien. Dort begegnet man Vielfalt in jeder Hinsicht: Sprache, Kultur, Religion, Landschaft, Klima, sozialer Status, Farben, Geräusche, Gerüche…. Ein Rausch für die Sinne.

Die ideale Umgebung, um ein Thema unter vielen Aspekten und von allen Seiten zu betrachten. Die Missionszentrale der Franziskaner bot in diesem Jahr zum 5. Mal die Gelegenheit im Rahmen einer Studien- und Begegnungsreise „dem einen Geist und der Vielfalt der Religionen“ auf die Spur zu kommen. 24 interessierte Menschen machten sich unter der erfahrenen und fürsorglichen Leitung von P. Francis Kaviyil OFM und Fred Schneider auf einen erlebnisreichen Weg - um Land und Leute kennen zu lernen, mit Gläubigen der unterschiedlichsten Religionen in Dialog zu kommen und zu erfahren, wie franziskanische Spiritualität in den Projekten und Einrichtungen der Franziskaner gelebt wird.

In diesem Jahr war der Fokus des interreligiösen Dialogs auf das Thema Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung gerichtet – ein Thema, das von zentraler und weitreichender Bedeutung für die Zukunft der Menschheit ist. Es berührt nicht nur Umweltfragen sondern hat wegen seiner Verflechtungen mit internationaler Gerechtigkeit und Frieden auch ethisches und moralisches Gewicht. Es ist also sehr wichtig, dass sich Religionen mit diesem Thema befassen und versuchen gemeinsam Einfluss zu nehmen um die fortschreitende Zerstörung unserer Umwelt zu verhindern.

Wie schwierig es ist eingefahrene Strukturen zu verändern, erlebten wir selbst, wenn wir nach getanem Programmpunkt zum Bus zurückkamen und den dahinter befindlichen Müllhaufen eindeutig als unseren eigenen Reisemüll (Kekspäckchen, Wasserflaschen, Bananenschalen…) identifizieren konnten. Der Busassistent hatte den einfachsten Weg gewählt. Aber wo soll er auch hin damit, wenn es keine geregelte Müllentsorgung gibt. In Deutschland entsteht sicher mehr Wohlstandsmüll pro Kopf als in Indien, aber wir lassen ihn schnell und effizient verschwinden – aus den Augen, aus dem Sinn. In Indien sticht er uns ins Auge und stinkt zum Himmel, wenn er auf offener Straße verbrannt wird. Und der Stachel geht noch tiefer: verschmutzte Flüsse, Großstadtlärm und Smog, sorgloser Umgang mit Altöl, Handymasten überall. In Tamil Nadu gibt es täglich mehrere Stunden keinen Strom. Ein Kernkraftwerk soll’s richten.

Ca. 1/6 der Menschheit lebt in Indien. Mit fortschreitender Entwicklung und Verstädterung des Landes gewinnt der Umgang mit der Natur große Bedeutung. Es gibt eine wachsende Mittelschicht, die das gleiche Recht zum Ressourcenverbrauch für sich beansprucht wie wir Europäer. Wo wird die Reise hingehen? Und was sagen die Religionen dazu? Können sie sich auf einen gemeinsamen Standpunkt und eine gemeinsame Zielrichtung einigen?

Eine Veranstaltung in New Delhi zum interreligiösen Dialog, an der herausragende Vertreter indischer Religionsgemeinschaften teilnahmen, lieferte Antworten auf diese Fragen. Es war nicht überraschend, dass in allen heiligen Schriften Aussagen zur Schöpfung enthalten sind und zum bewussten Umgang mit der Umwelt auffordern. Neu war für uns jedoch wie die Weltreligionen ihren eigenen Weg im Umgang mit der Schöpfung und der Umwelt kultiviert. Viele anschauliche Beispiele wurden genannt: Im Judentum gibt es neben Erntedank-Feiern (Succoth) auch die ausdrückliche Verpflichtung zum Pflanzen von Bäumen zu Neujahr (Tu-Bishevat). Im Islam gilt die ganze Natur als wohl gefügt von Gott. Störungen dieses Gefüges durch den Menschen (z. B. Erderwärmung) werden als unverzeihliche Korruption der Schöpfung angesehen. Für Hindus fängt die Verschmutzung der Umwelt im Kopf als Verunreinigung des Geistes, z. B. durch Begehrlichkeit, Maßlosigkeit und Habgier an. Jeder Mensch muss also bei sich selbst mit der Reinigung anfangen. Ähnlich sehen es auch die Jain, die in Sachen Bewahrung der Schöpfung bei der Selbstbetrachtung und Verbesserung der eigenen Spiritualität ansetzen, da Gott in uns wohnt und eins ist mit der Erde und der Menschheit. Die Vertreterin der Sikh ergänzt noch den Aspekt der Erziehung/Ausbildung zur Bewusstwerdung für die Einheit von Mensch und Schöpfung. Aus buddhistischer Sicht gibt es zwischen der inneren und äußeren Welt letztlich keine Trennung, alles ist miteinander verbunden, so dass das Gebot für den Menschen im Miteinander mit den Mitgeschöpfen besteht. Der Baha’i – Vertreter führt konkrete Beispiele in der Lebensführung an, wie z. B. das Konsumverhalten, um zu einer ökologisch und moralisch vertretbareren Welt zu kommen. Die christlichen Vertreter – eine Ordensschwester und Universitätsdozentin sowie der Provinzial der Indischen Franziskaner – leiten aus der Bibel, dem Buch Genesis, das Mandat des Menschen als Ebenbild Gottes her, der für die Schöpfung zu sorgen und sie zu bewahren hat.

Trotz dieser vielfältigen Ausprägungen waren sich alle im Plenum über eines völlig einig: Die derzeitigen Umweltprobleme sind unerträglich und müssen - auch im Interesse künftiger Generationen - dringend angegangen werden. Ein einfacher, auskömmlicher und nachhaltiger Lebensstil ohne überflüssigen Konsum und ohne Anhäufung von Gütern und Geld könnte die Probleme lösen! Die Aufgabe der Religionen wurde durchgehend in einer Vertiefung der Spiritualität und einer Bewusstmachung für die Umweltprobleme gesehen und nicht zuletzt darin, als gläubige Menschen mit gutem Beispiel für ein verantwortungsvolles Leben voran zu gehen.

Ihre Spende in guten Händen

Als Träger des Spendensiegels des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen DZI verpflichten wir uns nachweislich dem verantwortungsvollen und nachaltigen Umgang mit Spenden.

Unsere Projekte

    • Eine kleine ökologische Farm

      Flores, Indonesian

      Eine kleine ökologische Farm

      Ein Garten, in dem Senf, Bohnen, Kohl, Kürbisse, Gurken, Tomaten und Karotten wachsen. Ein Stall, in dem Schweine und Ziegen sich wohlfühlen. Ein Teich, in dem sich Fische tummeln. Das ist der große Plan der Franziskanerinnen und Franziskaner auf der indonesischen Insel Flores in Tentang.

    • Medizinische Hilfe für die Armen

      Port-au-Prince, Haiti

      Medizinische Hilfe für die Armen

      Wie an vielen Orten der Armut weltweit, lassen sich auch in den Armenvierteln von Port-au-Prince die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen gegen das Corona-Virus selten umsetzen. Die Franziskaner haben in einem Armenviertel eine Krankenstation aufgebaut.

    • Freiwillige Isolation

      Caballococha, Loreto/Peru

      Freiwillige Isolation

      Tief im Amazonasgebiet leben zahlreiche indigene Volksgruppen während der Corona-Krise in freiwilliger Isolation. Es ist sehr wichtig sicherzustellen, dass das Corona-Virus nicht zu ihnen vordringt. Da die Indigenen vorwiegend für sich leben, können Krankheitserreger aus der zivilen Welt ganze Gemeinschaften ausrotten.

    • Sauberes Wasser für bessere Lebensqualität

      Digbeugnoa

      Sauberes Wasser für bessere Lebensqualität

      Pater Serge-Armand und seine Mitbrüder möchten hier helfen und dafür sorgen, dass Digbeugnoa einen Brunnen mit einem Wassertank bekommt, der zuverlässig und stetig sauberes Trinkwasser liefert. Damit verbessern sich Lebensqualität und Gesundheit der Bewohner deutlich.

    • Helfer in großer Not

      Rio Branco

      Helfer in großer Not

      Im Armenviertel Cidade do Povo, am Stadtrand von Rio Branco, kümmern sich Schwester Izelba und Bruder Massimo tagtäglich um Menschen in Not. Die Corona-Pandemie hat die Lage noch deutlich verschlimmert,

    • Hilfe für verschwundene Menschen, ihre Angehörigen und Opfer von Gewalt

      Ciudad Juárez / Mexiko

      Hilfe für verschwundene Menschen, ihre Angehörigen und Opfer von Gewalt

      Jedes Jahr verschwinden in der mexikanischen Stadt Ciudad Juárez zahlreiche Menschen, werden ermordet oder Opder von grausamen Gewalttaten. Opfer und Angehörige bleiben oft allein. 2001 gründete Pater Oscar das menschenrechtszentrum "Paso del Norte" um deisen menschen zu helfen und ihnen eine Stimme zu geben.

    • Nothilfe: Beistand für die Menschen in Beirut

      Beirut, Libanon

      Nothilfe: Beistand für die Menschen in Beirut

      Durch die verheerende Explosion im Beiruter Hafen sind viele Menschen obdachlos, verletzt und leiden an Hunger. Die Franziskaner helfen vor Ort - helfen Sie mit!

    • Besondere Hilfen für Menschen mit Behinderungen in der Corona-Zeit

      Santo Domingo de los Tsáchilas/ Ecuador

      Besondere Hilfen für Menschen mit Behinderungen in der Corona-Zeit

      Angesicht der Corona-Pandemie stehen die Menschen mit Behinderungen in Ecuaoador schutzlos da. Sie gehören zu den Ärmsten der Armen und sind von dem Virus und seinen Folgen besonders bedroht.

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