Missionszentrale der Franziskaner

das Hilfswerk - für die würde der Menschen - weltweit
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Menschen aufrichten, unterstützen und helfen, sich selbst zu helfen

Eines unserer großen Anliegen

Die Lebensweise des Franz von Assisi, seine Verbundenheit mit Gott, seine Liebe zu den Menschen und zur gesamten Schöpfung hat mich so sehr überzeugt und durchdringt mich bis heute. Er hat Freiheit in der völligen Hingabe zu Gott erlangt. In dieser Freiheit ist Franziskus erfüllt von Achtung, Respekt und tiefer Liebe gegenüber allen Wesen der Schöpfung, die seine zu schützenden Geschwister sind. Alles andere ist in seiner Lebensweise bedeutungslos.

Wir Menschen streben nach Freiheit. Gleichzeitig kann sie beunruhigen. Deshalb suchen wir manchmal Halt und Orientierung in selbst auferlegten oder von der Gesellschaft vorgegebenen Richtlinien, Gesetzen und Parametern. Freiheit aber ist, die eigenen Grenzen zu überwinden und dabei vertrauensvoll und mutig Ketten zu sprengen, um neue Wege zu gehen. Wege, die innere und äußere Freiheit bringen. Weil Franziskus das getan hat, fühlen sich bis heute viele Menschen zu ihm hingezogen.

Einer dieser Wege ist für mich, ein Vermittler zu sein zwischen den Menschen in Not und Ihnen, die großherzig Geschwisterlichkeit leben. Mit vereinten Kräften vermögen wir es, die Hilfesuchenden aufzurichten, sie darin zu unterstützen, auf eigenen Füßen zu stehen und die Menschenliebe, die sie dadurch erfahren, zu leben und weiterzugeben. Das ist für mich einer der vielen Wege der Freiheit und des Friedens.

So freue ich mich, wenn es uns möglich wird, 170 Schülerinnen und Schülern im peruanischen Santa Clotilde zu helfen, durch Nachhilfeunterricht einen besseren Schulabschluss zu erlangen und, damit verbunden, bessere Zukunftschancen. Sie alle leben im Norden Perus in einer unwirtlichen Gegend. Die Lehrumstände an der staatlichen Schule dort tragen nicht dazu bei, dass die jungen Menschen gut auf ihre Zukunft vorbereitet werden. Die 170 Mädchen und Jungen wohnen im Internat der Schwestern. Sie benötigen dringend Nachhilfeunterricht in sämtlichen Fächern, den wir mit unserer Unterstützung von 11.500,- Euro für eine Schultafel, einen Stromgenerator und die Gehälter von sieben Lehrkräften ermöglichen möchten.

Ich stelle mir das Tohuwabohu vor, das in der kleinen Vorschule von Dorobari - Dostompur in Bangladesch herrscht. Gleichzeitig zum Unterricht dient das Haus auch als Gesundheitsstation. Auch Medikamente werden hier gelagert und ausgegeben. Eine Trennung von Schule und Gesundheitsversorgung ist dringend notwendig. Pater Emmanuel bittet uns um eine Hilfe von 9.100,- Euro, damit eine kleine Gesundheitsstation gebaut werden kann.

Es gehört auch zu unserem Auftrag, uns für den Erhalt der Schöpfung einzusetzen. Das Pilotprojekt der Franziskanischen Familie in Paenaan auf den Philippinen begeistert mich. Wie sonst, als durch Vorleben und eigene Erfahrung können Menschen ein Verständnis und Bewusstsein für eine ökologisch nachhaltige Lebensweise erlangen. Das Ausbildungsprojekt für ökologische und nachhaltige Landwirtschaft richtet sich zum einen an Kleinbauern, und zum anderen soll es ein Lernort für Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten aus der Stadt sein, die dort Seminare, Kurse und Praktika absolvieren können. Verschiedene Obst- und Gemüsegärten werden angelegt. Pater Dexter wirkt aktiv und verantwortungsbewusst in der Organisation mit und bittet uns um einen Beitrag von 9.200,- Euro für den Bau eines Ausbildungsraumes und die Lohnkosten eines Agrarfachmanns. Auch hier freue ich mich, wenn wir helfen können.

Ja, Menschen aufrichten, unterstützen und helfen, sich selbst zu helfen, gehört neben einem respektvollen Umgang mit unserer Umwelt zu den großen Anliegen der Missionszentrale. Wenn die Mensch gewordene Liebe sich durch Ihre Gabe und unsere gemeinsame Arbeit ausbreitet und Früchte trägt, haben wir einen großen Beitrag zu Freiheit und Frieden geleistet.

So bitte ich Sie um Ihre Mithilfe und bin gleichzeitig voller Dankbarkeit. Nur durch Ihre Berührbarkeit gegenüber unseren Mitmenschen in Not und durch Ihr Vertrauen ist unser gemeinsames Wirken möglich.

In Verbundenheit

Ihr
P. Matthias Maier OFM

Missionsbrief Juli 2017

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